Einladung zur regionalen Kirchenratsversammlung
Kirchgemeindeverband Region Sursee

Mittwoch, 22. Mai 2024, 20:00 Uhr
Begegnungszentrum Geuensee

Traktanden

1. Protokoll Regionale Kirchenratsversammlung Kirchgemeindeverband Region
    Sursee vom Montag, 6. November 2023

2. Jahresrechnung 2023 des Kirchgemeindeverbandes Region Sursee

  1. Genehmigung der Rechnung 2023 (Laufende Rechnung und Bestandesrechnung)
  2. Verwendung des Ertragsüberschusses

3. Stratege 2030

  1. Genehmigung der Überführung der Variante Mittel in den Kirchgemeindeverband
  2. Genehmigung des zukünftigen Verteilschlüssels
  3. Genehmigung des angepassten Statuts z.H. der fünf Kirchgemeinden und
    anschliessende Überweisung an die Synode zur definitiven Genehmigung
  4. Genehmigung der Anstellungsbedingungen des Kirchgemeindeverbands
  5. Genehmigung des Spesenreglements des Kirchgemeindeverbands
  6. Weiteres Vorgehen und Kommunikation im Verband und den fünf Kirchgemeinden

4. Anträge

5. Personelles

6. Informationen

7. Verschiedenes

Stimmberechtigung
Stimmberechtigt sind alle Kirchenräte der Bezugsgemeinden des Kirchgemeindeverbandes.

Eingeladen sind alle röm.-kath. Einwohnerinnen und Einwohner im Kirchgemeindegebiet des
Kirchgemeindeverbandes Region Sursee (Kirchgemeinden Geuensee, Knutwil, Nottwil, Oberkirch,
Sursee) ab dem 18. Altersjahr. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass der politische Wohnsitz 5 Tage
vor der regionalen Kirchenratsversammlung geregelt sein muss.

Anträge
Anträge können schriftlich bis am 12. Mai 2024 beim Präsidenten der regionalen
Kirchenratsversammlung Kirchgemeindeverband Region Sursee eingereicht werden:

Kirchgemeindeverband Region Sursee
Antonio Hautle, Theaterstrasse 2, 6210 Sursee

Aktenauflage
Das Protokoll und die Rechnung 2023 können ab 6. Mai 2024 auf den Pfarrämtern Geuensee,
Knutwil, Nottwil, Oberkirch und Sursee eingesehen oder per E-Mail (info@prsu.ch) angefordert
werden. Die Unterlagen sind auf der Homepage der Verbandskirchgemeinden und des
Pastoralraumes aufgeschaltet.

Sursee, 3. Mai 2024

Kirchgemeindeverband Region Sursee

Präsident regionale Kirchenratsversammlung

Antonio Hautle

Präsident Vorstand KGV

Thomas Arnet

Voranzeige:

Strategie 2030 / für mehr Zusammenarbeit

 

Der Kirchgemeindeverband des Pastoralraums Region Sursee ist dabei, die Zusammenarbeit zu stärken und zu intensivieren. Ein Prozess mit Potenzial.

Seit gut vier Jahren besteht der Pastoralraum Region Sursee. Seither arbeiten sowohl Kirchgemeinden als auch Pfarreien in unterschiedlichen Bereichen und bei ausgewählten Projekten zusammen. In diesen vier Jahren wurden erste Erfahrungen gesammelt und an einer tragfähigen Kooperation gearbeitet. Heute steht der Kirchgemeindeverband mit seinen fünf Kirchgemeinden und Pfarreien vor einem weiteren Schritt in Richtung Miteinander. Die Strategie 2030 ist von der Projektgruppe des Kirchgemeindeverbandes so weit vorbereitet, dass Vernehmlassungen und Verabschiedungen anstehen.

 

Positive Entwicklungen

Die Erfahrungen der letzten Jahre sowie Überlegungen zur Zukunft der Kirchgemeinden und Pfarreien zeigen, dass es sinnvoll ist, die Zusammenarbeit auszubauen und zu intensivieren. So sieht ein zentraler Punkt der Strategie 2023 vor, dass das gesamte Personal der Seelsorge, der Katechese und der Jugendarbeit künftig über den Pastoralraum angestellt wird. Damit können alle Mitarbeitenden im und für den ganzen Pastoralraum arbeiten. Ebenso soll die Soziale Arbeit der Kirchen und die Öffentlichkeitsarbeit für alle fünf Pfarreien verstärkt werden.

Dieser Schritt bringt etliche positive Entwicklungen mit sich. Sowohl Anstellung und Personalwesen als auch die pastorale Arbeit werden gemeinsam organisiert, strukturiert und professionalisiert. Das entlastet die einzelnen Kirchgemeinden von den Aufgaben des Personalwesens. Auch für die Pastoral und Katechese ergeben sich neue Möglichkeiten. Da sich durch die Zusammenarbeit Wissen bündelt, kann es mit der nötigen Sorgfalt dort eingesetzt werden, wo es gebraucht wird. Projekte und Angebote können sich besser an verschiedenen Bedürfnissen und Zielgruppen orientieren.

 

Beratungen und Abstimmungen

Damit die Strategie 2030 Wirklichkeit wird, muss das Statut des Kirchgemeindeverbands angepasst werden. In diesem Zusammenhang wird auch der Verteilschlüssel von 2019 nochmals angeschaut und an die heutigen Bedingungen angepasst. Es wird neu überlegt, wie sieht die Situation heute aus und wer kann wie viel tragen? Auch für die Vereinheitlichung der Arbeit und der Prozesse werden neue Anstellungsbedingungen nötig. Bis das neue Statut im Januar 2025 in Kraft treten kann, sind somit noch einige Schritte nötig. Derzeit haben die verschiedenen Gremien und Räte des Kirchgemeindeverbands und der Kirchgemeinden die Möglichkeit, Rückmeldungen zu geben und anzupassen. Im Juni und Juli ist dann in ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlungen Ihre Stimme gefragt, wenn über das neue Statut abgestimmt wird.

 

Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung in Nottwil,

Mittwoch, 26. Juni 2024 um 19.30Uhr

 

Nächste Kirchgemeindeversammlung Budget 2025:  Mittwoch, 13.11.2024 um 19.30Uhr.

Der Dankesabend für Freiwillige und Angestellte findet am Freitag, 22.11.2024 statt.

Gemeinsam gegen Missbrauch

Das Pilotprojekt der Missbrauchsstudie zeigt, dass in der Kirche im Umgang mit Opfern und Tätern einschneidende Fehler gemacht wurden. Das macht uns sehr betroffen. Wir Kirchenräte des Pastoralraums Region Sursee nehmen unsere Verantwortung wahr. Wir wollen hinschauen und handeln, wo Taten angebracht sind. So unterstützen wir den laufenden Prozess und die Forderungen der Landeskirche Luzern sowie der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ). Dabei sind die bereits beschlossenen Massnahmen wichtig. Von zentraler Bedeutung ist für uns aber auch, dass Landeskirche und RKZ weitere Schritte prüfen, um Menschen vor sexuellem oder spirituellen Missbrauch zu schützen. Diese Schritte gehen wir vom Kirchgemeindeverband Region Sursee mit. Wir stehen ein für die längst nötigen Veränderungen und ein gemeinsames koordiniertes und griffiges Vorgehen.

 

 

 

Präventionskurs gegen Missbrauch

Grenzen erkennen und wahren

 

Mitarbeitende und Kirchenrät*innen des Pastoralraums waren zum Kurs «Nähe und Distanz» eingeladen. Ein Kurs, dessen Hauptanliegen es ist, Missbrauch zu verhindern.

 

Die Kursleiterin und Präventionsbeauftragte des Bistums Basel, Sieglinde Kliemen, setzte den Fokus auf die Prävention. Denn Missbrauch ist in all seinen Formen eine der verheerendsten Erfahrungen, die ein Mensch durchleben kann. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, präventive Massnahmen zu ergreifen, um Missbrauch zu verhindern. Prävention umfasst nicht nur die unmittelbare Intervention, sondern auch die Schaffung eines Umfelds, das Missbrauch erst gar nicht entstehen lässt. In diesem Zusammenhang war es Sieglinde Kliemen wichtig, eine Reflexion anzuregen. Indem man sich bewusst mit den eigenen Grenzen, Werten und Überzeugungen auseinandersetzt, können Handlungen und Interaktionen besser verstanden und potenzielle Risiken erkannt werden.

 

Erkennen und entgegenwirken

Ein Bereich, der von den Teilnehmenden angeschaut wurde, ist das Dilemma zwischen Autonomie und Verbundenheit sowie zwischen Integrität und Integration, das in vielen Beziehungen eine Rolle spielt. Auf der einen Seite streben Menschen nach individueller Autonomie und Integrität, nach Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Auf der anderen Seite sehnen sie sich nach Verbundenheit und Integration in soziale Gemeinschaften, nach Zugehörigkeit und Zusammenhalt. Sieglinde Kliemen meint dazu: «Wir leben unterschiedliche Arten von Beziehungen. Diese stellen unterschiedliche Anforderungen an uns in Bezug auf die Autonomie und die Verbundenheit.» In diesem Spannungsfeld und je nach Art der Beziehung sind diese achtsam zu gestalten und die Grenzen stets zu wahren. Damit dies gelingen kann, braucht es neben einer gesunden Selbstreflexion auch das Wissen um ungesunde Beziehungsmuster und ihre möglichen Auswirkungen. Diese erklärt Sieglinde Kliemen an verschiedenen Beispielen: «Wenn ich Angst habe, mich auf eine Beziehung einzulassen, weil ich eine Bindungsangst entwickelt habe, kann es sein, dass ich probiere, die Beziehung zu kontrollieren. Ich zeige mich dabei sehr autoritär und überschreite dabei auch die Grenzen anderer.» Um eines der Fallbeispiele zu nennen. Erst wer ein solches Verhalten erkennt, kann dem entgegengewirken.

 

Asymmetrische Beziehungen sind anfällig für Grenzüberschreitungen

Ebenfalls Bestandteil des Kurses war der Blick auf asymmetrische Beziehungen. Solche Beziehungen sind besonders anfällig für Grenzüberschreitungen, da sie von einem Ungleichgewicht an Macht, Ressourcen oder Wissen zwischen den Beteiligten geprägt sind. «Man spricht von asymmetrischen Beziehungen, wenn sich jemand in einer bedürftigen/bittenden Position und der andere in der Geber-Position befindet», so Sieglinde Kliemen. Dabei betont sie, dass Seelsorgende sich immer bewusst sein müssen, dass seelsorgerische Beziehungen immer asymmetrische Beziehungen sind. Dabei ist es Aufgabe der «Geber-Position» auf die Wahrung der Grenzen zu achten. Dafür müssen die Dynamik der Macht sowie die Mechanismen der Ausbeutung erkannt und konsequent dagegen angegangen werden.

Abgeschlossen wurde der Kurs mit einem Block, indem das Schutzkonzept des Bistums Basel «Nähe und Distanz – Grenzwahrung in der kirchlichen Arbeit» besprochen wurde. Dieser Kurs ist ein Baustein von mehreren, den Bistum und Kirchengemeinden in der Präventionsarbeit gegen Missbrauch einsetzten.

Tanja Metz

 

Bildlegende:

Handlungen und Interaktionen werden reflektiert und potenzielle Risiken besprochen. (Foto: tm)