Kapelle Flüss

 

Die Flüss-Kapelle wurde 1678 erbaut. In der Hoffnung, dass die Zahnschmerzen gelindert würden, bissen früher die leidenden Pilger in die Bänke oder schnitten gar Holzstücke ab, um daran zu kauen. 1918 mussten die stark beschädigten Bänke durch neue ersetzt werden. Die Kapelle wurde infolge Baufälligkeit 1947 niedergerissen. In unzähligen Stunden Fronarbeit und mit gesammelten Geldern wurde 1948 mit den geschliffenen Steinen der alten Kapelle die neue, heute noch gut erhaltene Kapelle am gleichen Ort gebaut.

Nicht nur die Kapelle, auch die beiden mächtigen Linden vor der Kapelle prägen das Bild des Flüss. Lindenbäume waren schon zu heidnischer Zeit ein Symbol des Friedens. Der jüngere Baum, der den älteren überragt, wurde vor genau hundert Jahren gepflanzt, weil man damals befürchtete, dass heftige Stürme und Unwetter die alte, 200jährige Linde zu Boden reissen könnten. Nun stehen beide, alt und jung, auf gleicher Höhe und versinnbildlichen Schönheit und Kraft der Natur, deren Wirken nicht immer voraus berechnet werden kann.

Flüsskapelle Erwin Ottiger

Kapelle St. Margrethen

 

Im Mittelalter wurde diese Kapelle als Pfarrkirche genutzt. 1474 wurde sie an die Sebastians-Bruderschaft zu Sursee geschenkt und kam später in die röm.-kath. Kapellenstiftung St. Margrethen unter die Verwaltung der Kirchgemeinde Sursee.

1990 wurde eine Stiftung errichtet mit dem Zweck, die St. Margrethenkapelle zu renovieren und zu unterhalten. Im Innern der Kapelle finden sich im oberen Teil der Seitenwände als Wandmalerei Reste des gotischen Margrethenzyklus. An der hölzernen Architektur des spätbarocken Altars wurden die Übermalungen entfernt und die Originalfassung des 18. Jahrhunderts freigelegt. Die geschnitzten Figuren der Heiligen Margarete, Sebastian und Rochus aus dem 16. Jahrhundert wurden gereinigt und konserviert, ebenso die Leinwandbilder des Rosenkranzzyklus an den Wänden. Ungewohnt sind die beweglichen Stühle anstelle der über Jahrhunderte vertrauten festen Bänke. Auf letztere wurde verzichtet, weil die Kapelle nicht nur Gläubigen und Passanten der Pfarrei Nottwil dienen soll, sondern auch den oftmals auf den Rollstuhl angewiesenen Patienten des nahen Paraplegiker Zentrums.

St-Margrethen Nottwil

Kapelle Ey

 

Die schlichte, frühbarocke Wegkapelle Ey stand Ende des 19. Jahrhunderts an einem kleinen Verkehrsknotenpunkt. Hier trafen sich Verbindungswege zwischen Oberkirch, Nottwil und Neuenkirch, zwischen Tal- und Höhenlagen. Der Weiler Ey demonstrierte mit seiner Kapelle durchaus Selbstbewusstsein. Die Herkunft des auf 1606 datierten Altars und der Madonna aus dem mittleren 17. Jahrhundert in der Kapelle sind nicht bekannt und lassen keine Schlüsse hinsichtlich des Baujahres der Kapelle zu.

Jahrelang befand sich die seit 1967 denkmalgeschützte, nur fünf auf dreieinhalb Meter grosse Kapelle im Ey in einem bedenklichen Zustand. Erst 2016 wurde eine umfassende Renovation vorgenommen, die unter einer neueren Putzschicht eine wahrscheinlich spätmittelalterliche Wandmalerei zum Vorschein brachte. Die dargestellte Kreuzigung mit dem mit Wunden übersäten Christus erinnert an Bilder der Mystik des 13./14. Jahrhunderts, während der Bildaufbau mit dem üppigen Rankendekor eher mit dem Stil aus dem 16./17. Jahrhundert in Verbindung gebracht wird. Im Jahr 2017 konnte die Kapelle schliesslich feierlich eingesegnet werden.

Raum der Stille Zentrum Eymatt

 

Der Raum der Stille befindet sich im Zentrum Eymatt, das 2010/2011 erbaut wurde.

Als Ort der Besinnung bietet der Raum der Stille die Möglichkeit sich innerhalb des Alterszentrums in ruhiger Umgebung zurückzuziehen.

Ein Glaskunstwerk aus gestalteten Glasscheiben mit den darauf applizierten spezifischen Flurnamen aus Nottwil des Luzerner Künstlers Georges Gisler ist eine Sehenswürdigkeit.

Raum der Stille